Verantwortlich: Martin Buhlinger
Bereitgestellt: 29.02.2024
J. S. Bach Johannes-Passion Konzert
Samstag, 23. März, 19.00 Uhr, Kirche Küsnacht
Palmsonntag, 24. März, 17.00 Uhr, Kirche Küsnacht
Palmsonntag, 24. März, 17.00 Uhr, Kirche Küsnacht
300 Jahre Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion
Konzerte mit Cantus Küsnacht
Was in vorösterlicher Zeit über Jahrhunderte zum festen Brauch wurde, hat auch Johann Sebastian Bach zu grossen Kompositionen inspiriert: durch die Musik Leiden und Sterben Christi den Menschen näherzubringen.
Es war Karfreitag 1724, als Bach in der Leipziger Nicolai-Kirche zum ersten Mal seine Johannes-Passion aufführte. 300 Jahre später wird Cantus Küsnacht, Chor der reformierten Kirche, dieses hochdramatische, erschütternde, letztlich aber von Glaubenshoffnung erfüllte Werk zur Aufführung bringen.
Obschon Bach wusste, dass bis zur Auferstehungsfeier in der Nacht zum Ostersonntag kunstvoll verzierte, mehrstimmige Musik in den Kirchen nicht erlaubt war, setzte er sich wo immer möglich über das Verbot hinweg. Während ein Evangelist noch, der Tradition folgend, die Bibeltexte (Joh. 18/19) rezitiert, bereitet schon das Vorspiel zum Eingangschor mit schmerzenden Dissonanzen auf das vor, was folgen wird: Verrat, Folter, Leiden und Tod.
Chorstücke widerspiegeln eine dramatisch sich zuspitzende Szenerie, erschreckend bis heute, wie sich die anfänglich nur neugierig schaulustige Menge zum wütenden Volkshaufen wandelt und den Kreuzestod Jesu fordert. In den Arien und Ariosi zeigt Bach aber auch seine hohe Kunst und Lust, mit Verzierung und Tonmalerei die zeitgenössische Dichtung zu unterstreichen und zu beleben.
Schier endlos die Koloraturen der Tenorarie «Erwäge», der Regenbogen als Gottes Gnadenzeichen. Innehaltend, reflektierend begleiten Choralsätze durch die Passion. In deren Mitte als Konklusion alles Erlittenen und voll tröstlicher Zuversicht «Durch dein Gefängnis». Mit dem wohl innigsten «Ach Herr, lass dein lieb Engelein» schliesst Bach seine Passionsmusik.
Cantus Küsnacht, Solostimmen und Orchester unter der Leitung von Christer Løvold.
Konzerte mit Cantus Küsnacht
Was in vorösterlicher Zeit über Jahrhunderte zum festen Brauch wurde, hat auch Johann Sebastian Bach zu grossen Kompositionen inspiriert: durch die Musik Leiden und Sterben Christi den Menschen näherzubringen.
Es war Karfreitag 1724, als Bach in der Leipziger Nicolai-Kirche zum ersten Mal seine Johannes-Passion aufführte. 300 Jahre später wird Cantus Küsnacht, Chor der reformierten Kirche, dieses hochdramatische, erschütternde, letztlich aber von Glaubenshoffnung erfüllte Werk zur Aufführung bringen.
Obschon Bach wusste, dass bis zur Auferstehungsfeier in der Nacht zum Ostersonntag kunstvoll verzierte, mehrstimmige Musik in den Kirchen nicht erlaubt war, setzte er sich wo immer möglich über das Verbot hinweg. Während ein Evangelist noch, der Tradition folgend, die Bibeltexte (Joh. 18/19) rezitiert, bereitet schon das Vorspiel zum Eingangschor mit schmerzenden Dissonanzen auf das vor, was folgen wird: Verrat, Folter, Leiden und Tod.
Chorstücke widerspiegeln eine dramatisch sich zuspitzende Szenerie, erschreckend bis heute, wie sich die anfänglich nur neugierig schaulustige Menge zum wütenden Volkshaufen wandelt und den Kreuzestod Jesu fordert. In den Arien und Ariosi zeigt Bach aber auch seine hohe Kunst und Lust, mit Verzierung und Tonmalerei die zeitgenössische Dichtung zu unterstreichen und zu beleben.
Schier endlos die Koloraturen der Tenorarie «Erwäge», der Regenbogen als Gottes Gnadenzeichen. Innehaltend, reflektierend begleiten Choralsätze durch die Passion. In deren Mitte als Konklusion alles Erlittenen und voll tröstlicher Zuversicht «Durch dein Gefängnis». Mit dem wohl innigsten «Ach Herr, lass dein lieb Engelein» schliesst Bach seine Passionsmusik.
Cantus Küsnacht, Solostimmen und Orchester unter der Leitung von Christer Løvold.
