Kultur am Nachmittag: Karl Barth / Nationalsozialismus

Karl Barth als Soldat (Foto: Karl Barth Archiv, Basel)
Karl Barths Schweizer Stimme
Mittwoch, 6. Juli, 14.30 Uhr, Kirchgemeindehaus

Karl Barth, einer der wichtigsten Theologen des 20. Jahrhunderts, hat seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland gegen deren totalitären Anspruch Stellung bezogen. Er entwickelte eine theologische Begründung dafür, dass Christen sich für einen Rechtsstaat einsetzen müssen. Er legte dar, warum sie einem Unrechtsregime gegenüber zum Widerstand verpflichtet sind. In einer auf Neutralität bedachten Eidgenossenschaft stiessen Barths deutliche Worte auf Widerstand. Auf Druck der deutschen Regierung wurden seine Aktivitäten von den Schweizer Behörden überwacht und zensiert. Seine Kritik am Naziregime wurde als staatsgefährliche Propaganda eingestuft.

In Zeiten, in denen die Neutralität der Schweiz auf dem Prüfstand steht, ist diese Thematik von höchster Aktualität. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe von «Kultur am Nachmittag» der reformierten Kirchgemeinde nähert sich Hans Rudolf Fuhrer in einem Referat einem der einflussreichsten Theologen überhaupt und begegnet Karl Barth als Historiker.