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Baukommission
«Gut Ding will Weile haben»: Verschiebung der Kirchensanierung um ein weiteres Jahr
Anders als geplant und im letzten «info» publiziert, kann die Sanierung unserer Kirche nun doch nicht im kommenden Sommer durchgeführt, sondern muss um ein Jahr verschoben werden. Diese Verschiebung ist durch verschiedene Gründe bedingt: Bekanntlich trat letztes Jahr bereits kurz nach seiner Wahl in die Kirchenpflege der neue Bauvorstand zurück. Bis zu meiner Ersatzwahl als sein Nachfolger und Verantwortlicher für das Ressort «Bauten», vor zwei Monaten, waren deshalb die Vorarbeiten für die anstehende Sanierung nicht weiter geführt worden. Die erste Sitzung der «Erweiterten Baukommission» – im Beisein der Architekten – konnte erst am 26. März 2007 stattfinden. An dieser Sitzung wurden erstmals bereits erfolgte Vorarbeiten und Vorabklärungen erörtert, und der verantwortliche Architekt unterbreitete unter anderem einen exakten Terminplan. Fazit: Die Planungsphase bis zur Kirchgemeindeversammlung ist nicht ausreichend – weder für den Meinungsbildungsprozess seitens der Bauherrschaft bezüglich Kirchendecke, Beleuchtung und Orgel noch für ein ordentliches Ausschreibungsverfahren zur Offerteinholung bei verschiedenen Unternehmern. Der bisher vorgesehene Zeitplan würde uns ein «freihändiges Verfahren» aufzwingen, das im Sinne treuhänderischer Verwaltung von Steuergeldern nicht wünschenswert wäre.
Mittlerweile hat sich die neu konstituierte Baukommission der Reformierten Kirchgemeinde Küsnacht eingehend mit den Sanierungsarbeiten befasst und sich einen Gesamtüberblick der anstehenden Aufgaben verschafft. Bei einer Begehung der Kirche und nach einer Überprüfung der bereits erhaltenen Offerten wurden die tatsächlich notwendigen Renovationsarbeiten genauestens überprüft. Dabei stellte der zuständige Ingenieur fest, dass die vor Jahresfrist als dringend notwendig eingestufte Sanierung der Kirchendecke einen Aufschub durchaus verträgt, da keine akute Einsturzgefahr besteht. Diese Tatsache brachte zusätzlich neue Aspekte: Bei den bisher erbrachten Vorarbeiten wurden gestalterische Elemente überhaupt nicht berücksichtigt – jetzt eröffnet sich die Möglichkeit, die Kirchendecke neu zu projektieren, statt sie einfach zu ersetzen. Dabei gilt es zu beachten, dass die Kirchendecke das Erscheinungsbild des Kircheninneren auf die nächsten Jahrzehnte hinaus bestimmen wird.
Dieselben Überlegungen gelten auch für den Beleuchtungsbereich: Das Konzept lässt sich von Grund auf definieren, und die veralteten Sicherungsanlagen können nach neuesten Erkenntnissen und den aktuellsten Vorschriften entsprechend erstellt werden. Dies sind nur zwei von mehreren Beispielen, die bei genauer Überprüfung den vorgesehenen Zeitrahmen sowie höchstwahrscheinlich auch den bisherigen Kostenrahmen überschreiten werden. Die Baukommission ist sich daher einig geworden, zuerst ein solides, fundiertes neues Sanierungskonzept zu erarbeiten – unter Berücksichtigung aller gestalterischen Abklärungen. Dabei sollen auch ökologische Fragen zum Thema Heizung und Beleuchtung Beachtung finden.
Aufgrund dieser Überlegungen ist die Baukommission zum Schluss gekommen, das Sanierungsprojekt um ein Jahr zu verschieben, wobei diese Verschiebung allerdings keineswegs bedeutet, dass mit weiteren Planungsschritten zugewartet wird. Die Baukommission und ich als Vorstand des Ressorts «Bauten» sind überzeugt, dass dies die richtige Entscheidung und der einzig gangbare Weg sind, um unseren Kirchenbesucherinnen und -besuchern 2008 eine fachlich einwandfrei sanierte Kirche zu präsentieren, die den zeitlichen und finanziellen Aufwand gelohnt haben wird. Wir hoffen auf das Verständnis der Kirchgemeinde und danken sowohl für das Verständnis als auch für das Vertrauen.
Für die Baukommissionen: Hansjörg Kauer
Jürgehus
Jahresausflug 2007
Am Mittwoch, 20. Juni, findet der alljährliche Ausflug für die Mitarbeitenden, das Pfarrteam und die Kirchenpflege statt. Das Jürgehus bleibt daher ab 12 Uhr geschlossen. Wir danken fürs Verständnis.
