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Sicherheit als oberstes Gebot
Knapp 10 Stunden dauerte es, bis der mächtige Mammutbaum am 10. März ge fällt war: Sicherheitsgründe waren für die Fällung ausschlaggebend gewesen – und Sicherheit wurde auch bei der ganzen Aktion gross geschrieben. Zahlreiche Zu schauende, unter ihnen auch einzelne Schulklassen, liessen es sich nicht nehmen, das spektakuläre Ereignis hinter den Ab schrankungen zu verfolgen und herabfallende Sequoia-Zapfen, kleine Äste sowie unzählige Erinnerungsbilder von «ihrem» Baum mit nach Hause zu nehmen.
Mit einer minutiös ausgeführten Säge aktion wurde der Baum von oben nach unten in jeweils rund 5 Meter langen Stücken «abgebaut», wobei der unterste Stammteil über 81/2 Tonnen wog. Dafür waren einzelne Äste um so leichter und «zer brechlicher», wie Forstwart Davis Ritter «von oben» zu berichten wusste: zum Teil genügte ein zufälliger Achselstoss, um das verdorrte Holz abzubrechen. Der Baum fällspezialist wurde am Stahlseil eines grossen Pneukrans, samt Funkgerät und Motorsäge, einem Akrobaten gleich in die schwindelnde Höhe des Astwerkes hinaufgehievt. Es sei ihm eine Ehre ge wesen, diesen botanischen Zeitzeugen zu bearbeiten, meinte der junge Baumfäller nach getanem Werk.
Bis die Kirchenpflege über die weitere Verwendung der gewaltigen Stammteile entschieden hat, können sie im Kirchengarten besichtigt werden. Das Astwerk wird zu Holzschnitzeln für die Wärmegewinnung weiterverarbeitet, aus gut erhaltenen Ästen werden «Holzrugeli» heraus gesägt und am Flohmarkt für einen karitativen Zweck verkauft. Interessierte, die ein grösseres Stück Mammutbaumholz er stehen möchten – zum Beispiel für Holz baukunstarbeiten – melden sich bitte im Sekretariat der Reformierten Kirchgemeinde: Telefon 044 914 20 40.
Sicher wird das neue baumlose «Erscheinungsbild» der Kirche in den kommenden Wochen noch eifrig diskutiert und bedauert werden. Bei allem Verständnis für die Wehmut vieler Küsnachterinnen und Küsnachter über das Verschwinden eines dörflichen und kirchlichen Wahrzeichens ist es aber doch vor allem wichtig, dass jetzt das Begehen des vorderen Kirchenareals wieder als gesichert angesehen werden kann.
Marianne Guggenbühl
