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Reformierte Kirche Küsnacht
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Andachtsecke: Mammutbaumholz-Tisch

Kurz vor der Wiedereröffnung der Reformierten Kirche im letzten Dezember hatte der Zumiker Holzkünstler André Becchio die erste Skulptur fertig gestellt: Der Quader aus dem Holz des gefällten Mammutbaumes hat damit seinen Platz als Tisch in der Andachtsecke der Kirche gefunden. Die Kirchenpflege freut sich, dass das erste einer Reihe von Werken der Kirchgemeinde vorgestellt werden konnte.

Gottesdienst: Jazz in der Kirche

Gegen hundert Personen fanden sich am 11. Januar in der Reformierten Kirche zum ersten Jazzgottesdienst (mit Pfr. René Weisstanner) ein – und alle waren begeistert von der Schweizer Formation «Four for the blues» mit der Sängerin Janet Dawkins. Interpretiert wurden Lieder wie «Morning has broken» oder «God bless the child» in traditioneller Combo-Besetzung mit Piano, Kontrabass und Schlagzeug. Bleibt zu hoffen, dass dem vielfach geäusserten Wunsch entsprochen wird, neu auch Jazzgottesdienste in den Predigtplan aufzunehmen.

Unterricht: Religionspädagogisches Gesamtkonzept (rpg)

Im Juni 2004 wurde das rpg «aufwachsen – aufbrechen» der kantonalen Landeskirche durch die Zürcher Synodalen angenommen. Dies verpflichtet die Kirchgemeinden, bis 2014 die verbindlichen Angebote vom zweiten Schuljahr bis zur Konfirmation einzuführen.

In Küsnacht erfolgte der Start im Schuljahr 2006/07 ergänzend zum bereits be stehenden «3. Klass-Unti» mit dem «Club 4» für Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse: Der Unterricht wird in wöchentlichen Lektionen im Winterhalbjahr sowie an zwei Wochenenden durchgeführt.

Die Kirchenpflege hat die «Arbeitsgruppe rpg» der Unterrichtskommission beauftragt, das rpg-Konzept weiter zu entwickeln. In dieser zweiten Phase wird der kirchliche Unterricht «JuKi» für Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse ausgearbeitet. Anschliessend wird das Angebot «minichile» in einer dritten Phase für Kinder der 2. Klasse verbindlich.
Margareta Hari-Wetli

Jugend: Kerzenziehen

Der Erlös von 6132.65 Franken geht dieses Jahr an das Jugendhaus Oituz im Rahmen des rumänischen Hilfsprojektes «Podul – die Brücke». Oituz ist ein kleines Dorf mit rund 1200 Einwohnern im Bezirk Constanta. Die Familien haben zwischen zwei und sechs Kinder. Im Dorf leben 200 Jugendliche bis 15 Jahre und 60 junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren. Das Fehlen von Arbeitsplätzen hat viele entmutigt oder in die Verzweiflung getrieben.

Auf der Suche nach einer besseren Zukunft verlassen junge Menschen ihre Familie und wandern aus. Andere verfallen dem Alkohol, der Kriminalität oder der Resignation. Manche setzen sich für ein besseres Leben ein: Die Schwestern von San Giuseppe (Ordensgemeinschaft aus Cuneo/Italien) und die Salesianer spielen vor Ort eine wichtige Rolle in der menschlichen und moralischen Bildung der heranwachsenden Generation. Ihre Anwesenheit hat in Oituz grosse Veränderungen bewirkt.

Herzlichen Dank den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, ohne die das Küsnachter Kerzenziehen nicht durchgeführt werden könnte, und an alle Besucherinnen und Besucher, die den beachtlichen Gewinn erst ermöglicht haben!
Daniel Wullschleger

«Notabene» Dezember 2008: Notizen aus der Zürcher Landeskirche

Fotografieren: in der Kirche erlaubt?

Dürfen im Gottesdienst private Aufnahmen gemacht werden? Das Bedürfnis nach Dokumentation nimmt besonders bei Taufen, Konfirmationen und Trauungen erheblich zu. Mehrere Mitglieder der Zürcher Kirchensynode haben betont, dass ein Gottesdienst dadurch in seiner Würde beeinträchtigt werde und zum Event verkomme. Andere Votanten haben dagegen gehalten, es sei zu respektieren oder sogar zu begrüssen, wenn Menschen wichtige Lebensübergänge im Bild festhalten wollen. Am Ende hat die Kirchensynode gleichwohl entschieden, dass private Aufnahmen nicht gestattet, Ausnahmen aber mit Einwilligung des Pfarrers möglich sind.

Verbindlich: Erscheinungsbild

Die Landeskirche führt seit 1991 ein grafisches Erscheinungsbild, das von den Diensten auf kantonaler Ebene verbindlich verwendet und den Kirchgemeinden zur Übernahme empfohlen wird. Bis heute haben rund zwei Drittel der 180 Kirchgemeinden dieses Erscheinungsbild übernommen. Die Kirchensynode hat nun zugestimmt, dass der Kirchenrat dafür künftig Vorgaben erlässt. Mit der Veränderung in der Kirchenordnung wird das Erscheinungsbild im Grundsatz, das heisst in einer allenfalls überarbeiteten Variante, auch für die Kirchgemeinden verbindlich.

In Küsnacht erfolgte die Umsetzung des seinerzeitigen neuen Erscheinungsbildes (blauer und Photobalken am rechten Blattrand usw.) bereits Ende der Neunzigerjahre.

 
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Mensch und Kirche
Evangelisch-reformierte Landeskirche Kanton Zürich