Malteser Kreuz
Reformierte Kirche Küsnacht
Leitartikel & Editorial    «info» Dezember 2006
 

Es kommt ein Schiff geladen...

Es kommt ein Schiff geladen...
Es kommt von weither... über das Meer...
von den Enden der Erde...
von dort, wo nach altem Glauben die Welt unterging,
weil dort scheinbar jedes Schiff verloren ging...
von dort, wo der Himmel die Erde berührt.
Es kommt vom Himmel:
das Schiff, das Gottes Sohn in sich birgt,
die himmlische Barke, die göttliche Arche.
Sie trägt das göttliche Kind.


Ob solche Bilder den Menschen an den Meeresküsten vertrauter sind?
So wie uns Maria und Josef mit dem Esel,
eine Grotte im Wald oder der Stall mit der Krippe näher sind?
Wie auch immer: es geht immer um das göttliche Kind.
Seine Wirklichkeit berührt all die Bilder in uns.
Das ist die Weihnachtsgeschichte.
Doch bleiben wir, jetzt im Advent, bei der Vorgeschichte.
Da kommt auch der Vorläufer schon von weither,
aus dem tiefen Wald oder über das weite Meer,
aus Lapplands schneeigen Weiten oder direkt vom Himmel her.
Samichlaus, St. Nikolaus, Père Noël,
Sinterklaas, Santa Claus und Father Christmas...
Sie kommen auf ganz verschiedenen Wegen:
«Von drauss vom Walde komm ich her...»
«Ich segle über den Himmel bei Nacht,
wenn nur das Licht des Mondes wacht»,
heisst es etwa im Gedicht.
Er kommt mit schwer bepacktem Esel,
mit Rentier und Schlitten oder auch mit dem Schiff.
Und es fällt uns nicht schwer, hinter all den Bildern das Gleiche zu sehen
und ihn als Vorläufer für das Eigentliche zu verstehen.
Seine Geschenke erinnern nicht nur an den Bischof, dessen Namen er trägt
und der einst grosszügig die Kinder in Myra beschenkte,
sondern auch an den Ursprung des Schenkens überhaupt:
dass wir beschenkt sind, begnadet, weil Gott zu uns gekommen ist:
als Mensch, als Kind, aus der Ewigkeit in unsere Zeit,
vom Himmel zur Erde, Gott zu uns Menschen.
Fällt es uns schwer, hinter diesen Bildern das Gleiche zu sehn?
Und die eine Botschaft in ihnen zu verstehn?
Jeder auf seine Weise?
Es sind alles Facetten einer unendlich grossen Wirklichkeit -
und Gott ist noch so unendlich viel grösser. 
                                                              
                                                               Pfarrer Brigitte Crummenerl



 

Rückblick
Ein Monat ist seit dem Basar vergan-
gen. Die Beteiligten haben wiederum
grosse Solidarität in der Gemeinde
erfahren, wofür wir herzlich danken.
Ein paar Arbeitsgruppen möchten
den Stab weitergeben – wir sind auf
Mithilfe angewiesen: Ihre Talente
wären also gefragt...!
Die Vielfältigkeit meines Amtes in der
Kirche bereitet mir viel Freude. Nach
intensiven Gruppengesprächen zur
Einführung des kirchlichen Unter-
richts Club4 hat der Unterricht be-
gonnen. Am Treffen der regionalen
Unterrichtskommission wurden Erfah-
rungen und Ideen ausgetauscht zur
Umsetzung des religionspädagogischen
Gesamtkonzepts (rpg). Gespräche mit
Unterrichtenden und Eltern, Eltern-
abende, Gottesdienste und Besuche
im kirchlichen Unterricht gehören
ebenfalls zum Ressort.
Unsere Kirchgemeinde ist Mitträgerin
der Pfarrstelle im Spital Zollikerberg.
Die Amtsinhaberin geht in Pension
und die Stelle wurde neu besetzt. Die
Spitalseelsorge ist vielschichtig und
wichtig.
Die Tagung für Kirchenpfleger auf
Boldern, unter der Leitung von Pfarr-
personen der Landeskirche, war sehr
interessant und die Begeisterung
nicht nur im gemeinsamen Gesang
spür- und erlebbar.
Jahresplanung und Umsetzung in den
Kommissionen, Seniorenferien, Besu-
che, Neues kennen lernen – aber auch
Abschied nehmen und neu beginnen
– haben das Jahr geprägt. Gerne setze
ich meine Zeit und meine Gaben für
Mitmenschen ein und danke allen,
die mich unterstützen.
                       Margareta Hari-Welti
Mensch und Kirche
Evangelisch-reformierte Landeskirche Kanton Zürich