

Ist unsere Kirche ein Kraftort?
Was die Bauherren der Etrusker und Römer wussten, warauch Kirchenerbauern bekannt: Es gibt sogenannte Kraft -
orte. Aktuelle Abklärungen zeigen, dass die Reformierte
Kirche Küsnacht an einem solchen Platz stehen könnte.
Ein Mitglied des Kirchenchors singt lieber im Chor der Kirche als auf der Empore: Lebendigkeit und Freude beim Singen seien dort spürbar grösser. Auf Grund dieser Äusserung setzte sich Emil. A. Schaerer, ein Mitglied unserer Kirchgemeinde, mit der «Studienvereinigung für Radiästhesie Zürich» in Verbindung. Deren Präsident, Heinz A. Eisterer, dipl. Arch. ETH, untersuchte daraufhin mit seinen Vorgängern, Matthias L. Mettler, Arch. ETH/SIA, und Alfred Gloor, dipl. Bauing. HTL, im April dieses Jahres die Kirche auf ihre «Energie-Qualitäten» und deren geomantischen und radiästhetischen Gegebenheiten. Denn es ist bekannt, dass bis ins Mittelalter Kirchen nach Leit- und Energielinien ausgerichtet wurden, die vorwiegend den Haupt himmels richtungen entlang verlaufen. Diese geometrisch strukturierte, gitterartige Kräfte sphäre als Massystem wurde in der Kirche Küsnacht aber offensichtlich nicht angewandt. Es gibt auch keine archäologischen Hinweise zu früheren Bauten im Chorbereich, die in Nord-Süd-Richtung standen. Bei genauerer Untersuchung ist jedoch aufgefallen, dass es an gewissen Stellen auf dem Fussboden und am Verputz der Kirche Schäden hat, welche auf die Lage von Kreuzungen solcher Global-Netzgitter hinweisen: Insbesondere der Chor der Kirche steht offenbar in einer ausserordentlichen «Energieschwingung», die sich durch eine «Energielinie», eine sogenannte «Ley-Line», in der Längsachse der Kirche und in einer Zone der Beredsamkeit, im Bereich des Taufsteins, kreuzt. An solchen Orten wurden von den Baumeistern der grossen alten Kathedralen Kanzeln errichtet, weil dort die Schallausbreitung optimal sein soll: Die verkündete Botschaft erreicht so die Gläubigen im gesamten Kirchenraum ohne Mikrofon und Verstärkeranlage gut verständlich. Versucht man diese Energiewerte zu messen, ergeben sich zum Beispiel für die Kathedrale von Chartres im Durchschnitt 13’500 sogenannte Bovis-Einheiten. Chartres wird deshalb nicht nur wegen ihrer herausragenden gotischen Bauart, sondern auch wegen ihrem Ruf als Kraftort täglich von Hunderten Menschen besucht.
Im Chor unserer Kirche haben die Architekten und der Bauingenieur übereinstimmend Boviswerte in der Grössenordnung von Chartres gemessen. Demzufolge hätte der Chorraum der Kirche eine besondere energiespendende Kraft. Allerdings sind diese Boviswerte mit Vorsicht zu geniessen. Der französische Physiker Alfred Bovis hat anhand eigener Messungen eine Tabelle von 1 bis 10’000 Einheiten erstellt. Sie sind jedoch mit modernen wissenschaftlichen Methoden nicht absolut feststellbar, sondern beruhen auch auf persönlicher Empfindung an bestimmtem Orten und sind zu dem Schwankungen unterworfen, da die Erde ständig in Bewegung ist. Diese Erkenntnisse werden seit 1980 von Blanche Merz, ehemalige Stadtingenieurin von Lausanne, und der «Radiesthésie Française» vertreten. Im Rahmen eines Benefiz-Anlasses am 11. September mit «An dreas Vollenweider und Freunde» (siehe Kalender-Rückseite) wird ein Plan aufgelegt, der anzeigt, wo genau sich die einzelnen Kraftorte befinden. Der Chor empfiehlt sich als Standort für Solisten bei Konzerten, aber auch für Ruhe suchende ausserhalb der Gottes dienste zum Verweilen und Krafttanken.
Pfr. Andrea Marco Bianca
Was bedeutet Kirche für mich?
Seit ich in der Kirchenpflege bin, werde ich darauf angesprochen, was für mich Kirche bedeutet. Es ist vor allem die Arbeit mit den Menschen, die mir Freude bereitet. Und die Begeisterung und Dankbarkeit, wenn Eltern ihre Kinder in eine Kinder Woche oder einen Kinder Samstag schicken, zeigt mir, wie wichtig diese Arbeit ist. Das eindrücklichste Erlebnis hatte ich letzten Heiligabend. Da die Kolibri-Gruppe immer kleiner wurde und wir kein Weihnachtsspiel mehr einstudieren konnten, entstand die Idee eines Kinderchors: Gesucht wurden Kinder von 5 bis 11 Jahren zum Mitsingen am Familiengottesdienst an Heilig abend. An drei Tagen kamen 47 Kinder von 10 bis 14 Uhr ins Kirchgemeindehaus; in vier Gruppen wurde gebastelt, gesungen, gespielt und gemeinsam gegessen. Die Kinder studierten mit Martin Wettstein zusammen Weihnachtslieder ein, hörten biblische Geschichten und bastelten. 300 Schachteln mit guten Wünschen und kleinen Figuren wurden schön verpackt und mit einer Schleife verziert.
Am 24. Dezember war die Kirche randvoll. Eltern, Grosseltern, Geschwister,Gottis, Göttis und Tanten waren gekommen. Für den Familiengottesdienst wurde eigens ein kleiner Baum geschmückt, an dem Kerzen brannten. Es war ein schönes Erlebnis – die Kinder waren begeistert und die Eltern stolz auf ihre Lieblinge. An diesem Abend war für mich Kirche vollendet: lebendig und fühlbar.
Brigitte Meier
